Visions- und Aktionswerkstatt
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Klimaquartier Zähringen | 10.März 2026

Zur Visions- und Aktionswerkstatt am 10.03.2026 waren alle Zähringer Bürger*innen, Klima-Engagierte der umliegenden Stadtteile und stadtweite Klimaschutzinitiative eingeladen. Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmenden Visionen für ein klimafreundliches Zähringen und erste Ideen für konkrete Klimaschutz-Aktionen in sechs moderierten Gruppen zu den Handlungsfeldern „Unser Zuhause“, „Unser Essen“, „Unser Hab & Gut“, „Unsere Straße“, „Unser Garten“ und „Unsere Gemeinschaft“.
Für die Visionen erarbeiteten die Teilnehmenden mit der Fragestellung „Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf dieses Handlungsfeld aus?“ sogenannte „Visionszutaten“. Aus diesen Visionszutaten und einem aktuellen Foto aus Zähringen wurde mit Hilfe von KI ein Visionsbild erstellt. Die KI-generierten Bilder können dabei nicht alle Visionszutaten abbilden. Wichtig ist, dass nicht der Anspruch besteht, die Visionen genauso umzusetzen, wie sie auf dem Bild zu sehen sind. Die Visionsbilder und -zutaten geben vielmehr die Richtung an, in die im Klimaquartier gemeinsam gearbeitet werden möchte.
Erste konkrete Ideen für Klimaschutz-Aktionen erarbeiteten die Teilnehmenden anhand der Fragestellung „Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?“. Die Ideen schrieben die Teilnehmenden in Ideen-Steckbriefe mit denen bei den kommenden Aktionsgruppentreffen (siehe Seite 19) weitergearbeitet wird. Auf dieser Seite wurde je Handlungsfeld nur ein Ideen-Steckbrief ausgewählt. Alle Ideen-Steckbriefe finden sie im Download der Ergebnisse:
Es wurden im Nachgang einige weiterführende Internetlinks in die Dokumentation eingefügt. Aus Datenschutzgründen ist nicht aufgeführt, von wem Ideen eingebracht wurden, und wer mitmachen möchte. Diese Informationen fließen aber natürlich in die aufbauenden Aktionsgruppentreffen ein.
Unser Zuhause
Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf „Unser Zuhause“ aus?

1. Es gibt klimaneutrale Stromproduktion durch Dach-PV und Balkonsolar direkt auf den Stadtteilgebäuden sowie kleine Windkraftanlagen für private Dächer und Stromsharing.
2. Es gibt klimaneutrale Wärmegewinnung durch Wärmegemeinschaften für Heizungsanlagen (kleine Nahwärmenetze) und kostengünstige Wärmepumpen.

3. Es gibt Vergleichsplattformen für Preis- und Qualitätstransparenz beim Heizungstausch.
4. Es ist ein klimaangepasstes Quartier, weil es Gebäudekühlung durch viel Begrünung und Renaturierung gibt und das Konzept der Schwammstadt adaptiert. Zudem gibt es viel Biodiversität, indem es einen Lebensraum für Wildtiere gibt.
5. Es gibt die Möglichkeit für Vernetzung und Motivation zwischen Bürger*innen im Quartier, indem Informationsformate entstehen, die die gemeinsame Zuversicht stärken.
Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?
Titel der Idee: Webseite zum Erfahrungsaustausch und Know-How Transfer
Kurzbeschreibung: Auf der Webseite sollen bereits erfolgte und erfolgreiche Energiekonzepte objektiv vorgestellt werden. Ein Beispiel ist die Webseite www.hochdorf2035klimaneutral.de , die als Blaupause für Zähringen dienen kann
Unser Essen
Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf „Unser Essen“ aus?

1. Es gibt öffentliche Hochbeete/Gärten.
2. Es gibt Aktionen in denen gemeinschaftlich gekocht wird.
3. Private Gärten werden umgewandelt, wenn Bürger*innen ihren Garten nicht mehr nutzen können (z.B. wegen Alter).

4. Es gibt einen lebendigen vielfältigen Markt, der ebenfalls als Treffpunkt fungiert.
5. Es gibt einen Fairteiler.
6. Es gibt einen Test zum Thema Essen.
7. Es gibt Mitmachaktionen nachhaltiger Landwirtschaft.
8. Es gibt eine Milchbar (Automat) und regionale Lebensmittel zu kaufen.
9. Es gibt einen Tag der offenen Balkongärten und Gärten in Zähringen.
10. Alle verfügbaren Angebote zum Thema Essen und regionaler Ernährung sind im Stadtteil sichtbar.
Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?
Titel der Idee: Gemeinsames nachhaltiges Kochen
Kurzbeschreibung: Im Quartierstreff soll bei einem regelmäßigen Termin gemeinsames nachhaltiges Kochen angeboten werden. Dafür braucht es eine Gruppe, die das organisiert. Engagementwillige Menschen können z.B. über die Kirche oder nebenan.de gefunden werden. Dabei sollen auch Sprachgruppen und unterschiedliche Kulturen mitgedacht werden
Unser Hab & Gut
Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf „Unser Hab & Gut“ aus?

1. Zentrale, gepflegte, wetterfeste Tausch- und Verschenkeregale stehen in jeder Straße/jeden Block.
2. Es gibt eine Selbsthilfewerkstatt mit regelmäßigen Öffnungszeiten, die von den Bürger*innen für eigene Projekte genutzt werden kann.

3. Es gibt ein regelmäßiges lebendiges Repaircafé, das von weitem sichtbar ist.
4. Es gibt Leihstationen, wie die Packstation der DHL, die im Stadtteil stehen, von denen man Werkzeug oder Elektrogeräte ausleihen kann, mit dem Ziel mehr zu Leihen und zu Teilen als selber zu besitzen.
5. An jeder Parkbank stehen Mülleimer, mit allen 4 Fraktionen, um Müll richtig trennen zu können, zudem gibt es Schilder die auf den nächsten Mülleimer in der Nähe verweisen.
6. Es gibt Stadtteilfeste mit Flohmärkten und Tauschpartys mit Modeschau.
7. Es gibt eine Entrümpelungsgemeinschaft in Nachbarschaften mit Aktionstag, an dem gemeinsam entrümpelt wird (z.B. Im Keller) und gut erhaltene Sachen bei Bedarf getauscht oder verschenkt werden.
8. Es finden regelmäßige gemeinsame Müllsammelaktionen, auch auf Spazierwegen statt.
9. Die bestehenden Angebote für nachhaltigen Konsum sind sichtbar und werden öffentlich beworben (Plakatierung, Schilder, etc).
Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?
Titel der Idee: Selbsthilfewerkstatt einrichten
Kurzbeschreibung: Es gibt in Zähringen eine Selbsthilfewerkstatt, in welcher man übliche Holz- und Heimwerker arbeiten durchführen kann, mit täglichem Zugang
Unsere Straße
Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf „Unsere Straße“ aus?

1. Es gibt sichere Fahrrad- und Fußwege, die breiter und sauber sind.
2. Die Straßen und Wege sind begrünt und haben Bächle.
3. Es gibt autofreie und/oder verkehrsreduzierte Straßen, die Platz für gemeinsame Lebensräume schaffen (shared space).

4. Es gibt einen bedarfsgerecht gestalteten motorisierten Individualverkehr wie z.B. einen Quartiersparkplatz (MIV zurückgestellt bzw. „zweite Geige“).
5. Es gibt kleinere Autos, wenn möglich E-Autos.
6. Es gibt ausreichend Car-Sharing Angebote in Zähringen.
7. Es gibt eine intelligente Ampelschaltung, die den Rad- und Fußverkehr bevorzugt.
Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?
Titel der Idee: Schülerlots*innen
Kurzbeschreibung: Schülerlots*innen gewähren einen sicheren Übergang bei gefährlichen Stellen im Straßenverkehr. Besonders wichtig, ist es vor allem bei Frühlinganfang (mehr Fahrräder) und Winteranfang (schlechtere Sicht) Aufmerksamkeit zu schaffen.
Unser Garten
Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf „Unser Garten“ aus?

1. Ganz Zähringen ist begrünt, insbesondere der Westen.
2. Im Zähringer Park gibt es Blumenwiesen, Hochbeete, Tierschutzbiotope und Rückzugsorte.
3. Der Zähringer Platz ist begrünt und es gibt mehr Blumenwiesen und Hochbeete.

4. Es gibt begrünte Häuserwände, vor allem in der Zähringer Straße.
5. Es gibt entsiegelte Flächen und Sitzecken im öffentlichen Raum.
6. Überall in Zähringen gibt es Klimaoasen mit Wasserläufen und begrünten Orten.
7. Die Schallschutzwände an der Güterbahnlinie sind begrünt und verschönert.
8. Es gibt einen Taubenschlag beispielsweise bei den Hochhäusern, damit für das Tierwohl gesorgt ist.
9. Im Zähringer Park gibt es ein Spielotop, indem das Spiel seinen Platz hat.
Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?
Titel der Idee: Hochbeete im Ginter-Park
Kurzbeschreibung: Im Ginter-Park werden (Nasch-)Hochbeete aufgebaut und mit pflegeleichten Nutzpflanzen, mehrjährige Stauden, Sträuchern, z.B. Johannisbeeren oder Kapuzinerkresse bepflanzt. Ein Wasseranschluss müsste vorhanden sein. Es gibt einen verantwortlichen Kreis und jede*r ernten, der/die möchte.
Unsere Gemeinschaft
Wie sieht Zähringen 2035 in Bezug auf „Unsere Gemeinschaft“ aus?


1. Menschen sind untereinander vernetzt.
2. Menschen sind solidarisch miteinander.
3. Die Gemeinschaft ist inklusiv und ermöglicht Teilhabe.
4. Es gibt offene, niederschwellige, konsumfreie Orte, die Begegnung ermöglichen wie beispielsweise ein Stadtteilkiosk, eine Stadtteilbibliothek oder die Ziegenwiese.
5. Für Jugendliche gibt es Freiräume und Beteiligungsformate.
6. Durch regelmäßige Koordinationstreffen wird Vernetzung und Inklusion verstetigt.
7. Die Zähringer Nachrichten haben sich als Stadtteil-Blättle etabliert.
8. Es gibt ein regelmäßiges Onboarding-Format für Neu-Zähringer*innen durch z.B. Patenschaften.
Was würden Sie als erstes tun, um Ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen?
Titel der Idee: Gut Ankommen in Zähringen
Kurzbeschreibung: Es gibt ein Willkommenspaket, Angebotsmodule, „Patenschaften“, ein Willkommensfest und/oder einen Stadtteilspaziergang für Menschen, die neu nach Zähringen ziehen. Vorhandene Ressourcen sollen genutzt werden (Standards, beste practice).
Einblicke in den Abend
Bilder: Marc Doradzillo (Stadt Freiburg)


















































